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Ziel der Veranstaltung war es, eine offene, evidenzbasierte Diskussion über die Grüne Gentechnik in der Schweiz zu führen, insbesondere das Spezialgesetz zu “Neuen Züchtungsmethoden”. Dabei standen sowohl politische, ethische als auch systemische Fragen im Zentrum. Nach einem einführenden Vortrag und der Präsentation der Ergebnisse unserer glp lab Newsletter Umfrage wurden an einem runden Tisch zentrale Fragen diskutiert.
👉 Hier kannst du den Abschlussbericht als pfd herunterladen.
Im Vorfeld der Veranstaltung wurde im Rahmen des glp lab eine Online-Umfrage unter Newsletter-Abonnent:innendurchgeführt. Ziel war es, Einstellungen, Meinungen und Informationsbedarfe innerhalb der GLP zur Grünen Gentechnik besser zu verstehen.
Wichtiger Hinweis:
Die Teilnahme an der Umfrage war freiwillig und es haben 39 Personen aus der Lab Community teilgenommen. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, sondern zeigen lediglich ein Stimmungsbild der antwortenden Personen. Dieses ist prinzipiell deckungsgleich mit einer aktuellen Studie zur Haltung der Bevölkerung diesem Thema gegenüber (Studie Genom-Editierung, gfs.bern, September 2024).
Grundhaltung
Züchtungsmethoden: Zustimmung vs. Ablehnung (dabei wurde explizit nicht informiert welche Methoden angewendet werden dürfen und welche nicht, es gab lediglich kurze Erklärungen zur jeweiligen Methode selbst)
Ziele gentechnischer Anwendungen (Top 3 Nennungen)
Hauptsorgen und Kritikpunkte (Top 3 Nennungen)
Informationswünsche für Veranstaltungen
Die Teilnehmenden wollten insbesondere mehr erfahren über:
Freitextantworten: Spannungsfeld sichtbar
Fazit aus der Umfrage
Die Umfrage bestätigt, dass die Grüne Gentechnik stark polarisiert, gleichzeitig aber differenzierte und reflektierte Haltungen vorhanden sind.
Akzeptanz und Ablehnung hängen stark von der Methode, dem Ziel und dem gesellschaftlichen Kontext ab. Der Begriff „Natürlichkeit“ spielt dabei eine zentrale, aber uneinheitlich verstandene Rolle – ein Befund, der sich auch in der Diskussion während der Veranstaltung widerspiegelte.
Die Diskussion beschäftigte sich nicht ausschliesslich mit dem Thema Grüne Gentechnik sondern ebenso mit dem derzeit in der Vernehmlassung befindenden Gesetz über “Neue Züchtungstechnologien” welches sich diesem Thema annimmt.
I. Dissenspunkte (offene Kontroversen und Streitfragen)
II. Konsenspunkte (überwiegende Einigkeit und Mehrheitsmeinungen)
Zusammenfassung
Die Debatte um Grüne Gentechnik in der Schweiz ist komplex und emotional aufgeladen. Es gibt aber beachtliche Schnittmengen in den Zielen: Nachhaltigkeit, Transparenz, Innovationsfähigkeit und demokratische Kontrolle sind Anliegen aller Seiten. Die Konflikte entstehen vor allem dort, wo Schutz und Ermöglichung neuer Technologien austariert werden müssen. Begriffe wie Natürlichkeit und Verhältnismässigkeit, die jeder für sich unterschiedlich definiert, bilden die eigentlichen Schwierigkeiten in dieser Diskussion treffend ab. Für eine erfolgreiche Gesetzgebung und gesellschaftliche Akzeptanz wird es entscheidend sein, diese Konsens- und Dissenspunkte transparent zu adressieren, über wissenschaftliche Fakten aufzuklären und tragfähige Kompromisse zu suchen.
