Die Digitalisierung, die Klimaveränderung und der demografische Wandel sind die grössten Veränderungen unserer Zeit. Sie bringen Chancen und Herausforderungen für Bergkantone.
Ziel des «Labor Grischun» ist es, Ideen zu identifizieren, wie in Graubünden die anstehenden Veränderungen im Sinne einer Nachhaltigen Entwicklung angepackt werden können.
Der Dorfplatz ist das Sinnbild für den Ort, wo die Gemeinschaft zusammenkommt, sich austauscht, handelt und zusammen die Zukunft gestaltet. Heute jedoch wirken viele Dorfplätze ausgestorben. Zum Arbeitsplatz wird gependelt, zum Posten ins Einkaufszentrum gefahren und kommuniziert wird über Social Media. Kann man den Dorfplatz als Ort des Austausches wiederbeleben? Wir denken: Ja. Gerade wenn man eine Nachhaltige Entwicklung – sowohl im gesellschaftlichen als auch im ökologischen und wirtschaftlichen Bereich – im Fokus hat, ist es wichtig, regionale Zusammenarbeit und Kooperation zu stärken. Und wenn man geschickt analog und digital verbindet, kann sich ein Dorfplatz 21, ein neuer Dorfplatz, angepasst an die Lebensverhältnisse im 21. Jahrhundert, entwickeln.
Wir entwerfen im Folgenden die Vision für diesen neuen Dorfplatz. Und skizzieren anschliessend Vorschläge, wie diesem politisch auf die Sprünge geholfen wird.
Mit der Gründung des «Labor Grischun» als Ableger des glp Lab’s im Kanton Graubünden im November 2017 entstand das erste Ideenpapier «Der Dorfplatz im 21. Jahrhundert». Darin wird ein Konzept gezeichnet, welches die Digitalisierung für die Stärkung der Regionen nützt. Die Strukturen des Dorfes werden an die Lebensverhältnisse des 21. Jahrhunderts angepasst und im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes werden das analoge und virtuelle Dorfleben miteinander verbunden. Damit wird der Vereinsamung und Abwanderung in die Städte entgegengewirkt, das Gemeinschaftsgefühl in der Region gestärkt sowie Arbeitsplatz und Naherholungsraum vernetzt.